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Botellon – zusammen saufen ist cool

Das Internetzeitalter bringt viele positive Veränderungen mit sich, aber es hat auch seine Schattenseiten. Eine davon ist das übers Internet verabredete Massenbesäufnis von Jugendlichen. In der Schweiz hatte diese Art von Event eine zeitlang so viele Freunde, dass zu spontan einberufenen Besäufnissen am Ende bis zu 3000 Jugendliche erschienen. Nun ist es etwas ruhiger geworden, aber vermutlich ist es nur die Ruhe vor dem Sturm. Durch eine entsprechende Berichterstattung in den Medien hat das sog. Botellon einen derartigen Kultstatus erreicht, das sich Nachahmer sicherlich nicht lange bitten lassen werden. Und kommen die Jugendlichen nicht selber auf die Idee, dann wird bestimmt ein ortansässiger Getränkehändler in die Bresche springen. Immerhin ist es ja nicht illegal zu verkünden, dass man sich mit 3 Freunden auf ein Bierchen im Park trifft. Sollten durch die Veröffentlichung im Internet noch ein paar mehr Leute erscheinen, so ist das ja nicht das Problem des Autoren.

Die Jugendlichen wollen, neben dem Spaß-Faktor, wie üblich auch ihren Protest gegen die spießige Gesellschaft des Establishment protestieren. Die konservativen Werte der Schweiz sind für viele Jugendlichen abstoßend und so suchen sie nach einem weg, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Das dies am nächsten Morgen mit diversen „Alkohol-Leichen“ und dem Schmutz, den 3000 Alkoholiker hinterlassen, gelungen ist, versteht sich von selbst.

Da die Stadtoberen und Schutzweisen der öffentlichen Ordnung ja für nichts verantwortlich sind und immer ein reines Gewissen haben, machen sie nun die Presse für die öffentlichen Massenbesäufnisse verantwortlich. Ich finde es schon erstaunlich, mit welchen billigen Versuchen immer wieder versucht wird, die Pressefreiheit einzuschränken. Wie wäre es mal mit etwas Politik, anstatt andere für die eigene Unfähigkeit verantwortlich zu machen?

Auch wenn ich selber kein Fan von übermäßigem Alkoholgenuss bin, so freue ich mich doch, dass es die Jugendlichen jeder Generation immer wieder schaffen, den Gartenzwergbesitzern ihren verdienten Feierabend zu verderben. Es lebe unsere Jugend J

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Sterbehilfe 2

Da haben ja unsere scheinheiligen Moralapostel wieder in Hamburg zugeschlagen. Ein Politiker hilft einer Frau sich selber von ihren Leiden zu befreien und die ganze Republik fängt an über das Verbot der Sterbehilfe zu sinieren.

Es geht einfach nicht in meinen Kopf, wie ein Staat auf die Idee kommt, es sei seine Aufgabe, sich um solche Dinge zu kümmern. Wir haben unsere Politiker nicht gewählt, um auf unsere privatesten Dinge Einfluss zu nehmen, sondern als Interessenvertreter des Volkes. Es ist weder gegen noch im Interesse des Volkes, wenn sich jemand entscheidet freiwillig aus dem Leben zu scheiden und demnach auch nicht Sache der Politik, darüber Gesetze zu erlassen.

Wir haben zwar wieder Sommerloch, aber liebe Politiker, denkt Euch etwas anderes aus, als die Sterbehilfe, auf diesem Gebiet habt ihr nichts zu suchen. Ich würde vorschlagen Herrn Tiefensee bei seiner Stauproblematik zu unterstützen und konstruktive Vorschläge zur Auflösung von Staus zu machen. Die Einführung der LKW-Spur ist doch schon mal eine schicke Sache, jeder weiß, es wird nicht passieren, weil es sinnlos ist, aber wenigstens drüber reden kann man doch mal. Ich persönlich bin ja dafür die einzelnen Fahrspuren unterschiedlich farblich zu markieren. Die linke Spur rot für Schnellfahrer, die mittlere Spur Blau für Tagträumer und auf die rechte Spur malen wir Tageszeitungen, damit unsere LKW-Fahrer nicht den Blick von der Straße nehmen müssen, wenn sie BILD lesen. So können sicher mehr Menschenleben gerettet werden, als durch das Verbot der Sterbehilfe.

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