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Deutsche fordern die Einführung der Sippenhaftung

Der Fall Franjo Pooth beschäftig die Deutschen sehr und lässt bei vielen das Gefühl aufkommen, seine Frau Verona Pooth sollte doch für die Millionenpleite seiner Firma Maxfield aufkommen. „Hier werden sie geholfen“ – mit diesem Spruch hat sie Millionen verdient und diese Millionen wollen wir jetzt wieder zurückhaben. Den Blub im Spinat haben wir eh schon längst über, die piepsige Stimme wollen wir auch nicht mehr hören. Verona, bezahl die Schulden Deines Mannes und verdufte – so denken laut einer Umfrage 68% der Deutschen. Vielleicht wäre die Reaktion nicht ganz so radikal, hätte die Presse nicht fleißig unbestätigte Berichte über Bestechungsgelder und Vetternwirtschaft breitgetreten. So aber schreit die pressehörige dumpfe Masse nach Vergeltung, ohne überhaupt nur ein Urteil abzuwarten. Natürlich gestützt durch die Presse, fordern viele Deutschen die Wiedereinführung der Sippenhaftung, die jedoch schon in der Zeit der römischen Gesetze in Deutschland abgeschafft wurde. Ausnahmen bilden hier nur die nationalsozialistischen und kommunistischen Regierungszeiten, in denen die Sippenhaftung aber zur Maßregelung und Erpressung, nicht aber zur Wiedergutmachung angewendet wurde. Wie kommt es, dass Errungenschaften der Demokratie so schnell den niedrigen Instinkten von Neid und Missgunst geopfert werden? Sind wir Deutschen in Wirklichkeit keine Demokraten, sondern lediglich Wilde, denen man von oben Gesetze aufgedrückt hat, deren Sinn und Richtigkeit wir weder logisch erkennen noch fühlen können? Wie wäre es denn, man würde Franjo Pooth an den Pranger stellen und ohne Urteil öffentlich auspeitschen lassen? Ich vermute, es gibt nicht wenige in diesem Land, die diesen Gedanken so verlockend wie richtig finden, was mich in meiner These bestätigt, dass wir uns sozial von den „wilden Germanen“ noch nicht sehr weit fortentwickelt haben.

Ich finde es erstaunlich, welchem Rufmord sich ein nicht verurteilter Geschäftmann aussetzen muss und es ist für mich ein Skandal erster Güte, dass niemand die Presse bremst. Wird irgendwo in Deutschland ein Mörder noch mit der blutigen Axt in der Hand von der Polizei erwischt, dann schreibt die Presse vom „mutmaßlichen Täter“, geht aber ein Unternehmer pleite, der mit einer berühmten und wohlhabenden Frau verheiratet ist, dann stürzen sich die kleinen miesen Schreiberlinge auf ihn. So manche Redaktion sollte sich mal überlegen, ob sie sich nicht lieber selber auflösen will, denn der Müll, den viele Journalisten hierzulande verbreiten, hat mit einer seriösen Berichterstattung schon lange nichts mehr zu tun.

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Überfall in München

Vor zwei Tagen sind die beiden Jugendlichen, die in München einen Renter fast zu Tode geprügelt hatten, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Republik applaudiert und der alte Mann bekommt seine Genugtuung. Ich nehme an, dass alle den Vorgang in den Medien verfolgt haben, also werde ich nicht in die Einzelheiten gehen, aber es gibt einige Sachen, über die weder in der Zeitung noch im Fernsehen gesprochen wurde.

Ist dieser Mann befugt, sich einzumischen, wenn Jugendliche im Bahnhof rauchen? Was lässt die beiden so aggresiv werden, dass sie wegen einer einfachen Bemerkung völlig außer Kontrolle geraten und beinahe einen Menschen töten? Wieso gibt es kein Personal auf den Bahnhöfen, das dafür sorgt, dass diese Zonen nicht mehr rechtliches Niemandsland sind?

Wir sind ja heute schon beinahe gezwungen uns selber zu bewaffnen, weil der Staat nicht mehr in ausreichendem Maße für unsere Sicherheit zu garantieren. Unsere Soldaten sitzen in den Kasernen oder am Hindukusch und müssen tatenlos zusehen, wie der Mob die Gewalt an sich reisst. Wer in Berlin oder anderen Großstätten durch die Straßen geht, der lernt schnell eine Regel: schau nie einem Türken ins Gesicht, wenn er jünger als 50 ist und schon gar nicht, wenn es eine Gruppe Jugendlicher ist. Schon das bloße Anschauen kann dazu führen, dass sich Ali oder Mustafa oder Mohamed provoziert fühlen und dich mit ein paar gezielten Schlägen ins nächste Krankenhaus oder gleich ins Jenseits befördern. Vielleicht meinen sie es ja auch nur gut, denn in den Koranschulen wird ja gelehrt, dass auf Märtyrer 40 Jungfrauen warten. Und als Märtyrer darf man sich dann zurecht bezeichnen, wenn man durch die Straßen seiner Heimatstadt geht und von einem Jungen umgebracht wird, der weder Zukunft noch Vergangenheit hat.

Ich will nicht dazu aufrufen sich zu bewaffnen, aber ich werde auch nicht tatenlos dabei zusehen, wenn sich meine Kinder nicht mehr in die Schule trauen, weil unsere Politiker den Aufgaben nicht nachkommen, für die wir sie gewählt haben. In den Ländern, aus denen diese Jugendlichen herkommen, können sie sich so ein Verhalten nicht leisten, aber bei uns geht das. Es lebe die Demokratie, aber bitte nicht so.

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