Das Tourette-Syndrom

„Die Krankheit mit den Ticks“ so oder so ähnlich erinnern sich viele, wenn sie von dieser Krankheit hören. Dabei handelt es sich in Wahrheit um eine neuropsychiatrische Erkrankung, die vor allem durch diese Ticks charakterisiert wird. Bei den Ticks um unkontrollierbare und plötzliche Bewegungen, die immer wieder auftreten.

Die Krankheit bricht fast ausschließlich vor dem vollenden des 21. Lebensjahrs aus. Meistens aber zwischen dem 7. und 8. Lebensjahr.
Das Auftreten der Ticks variiert sehr stark. Es kann ein oder mehrere Jahre anhalten, es kann in einer Woche, an einem Tag oder auch in einer Stunde eine Serrie von vielen Ticks geben und dann kann es wieder für mehrere Wochen gar keine Ticks geben. Dabei machen sich diese Ticks nicht nur in Form von Muskelzuckungen bemerkbar, sondern durchaus auch in Form von Lauten, die aber meistens im Verlauf der Krankheit wieder abgestellt werden.

Es ist allerdings möglich diese Ticks in einer bestimmten Art und Weise zu kontrollieren. Häufig können sie nicht verhindert werden, sondern lediglich aufgeschoben werden. Abgesehen davon, dass dies eine enorme Konzentration erfordert, kann dann die letztendliche Entladung der aufgestauten Ticks sehr viel stärker sein als das wenn diese Beispielsweise sofort bei auftreten „raus lässt“. Meist ist der Drang nach der Ausübung des Tics so stark, daß schließlich die Muskelzuckung oder die Lautäußerung doch stattfinden muss (vergleichbar mit dem Drang zum Niesen bzw. mit einem Schluckauf).

Das Auftreten dieser Symptome in der Öffentlichkeit führt oft zu komischen Blicken der Mitmenschen, die damit nichts anfangen können und anfangen zu gaffen. So ist es nicht verwunderlich, dass Mensch mit einem Tourette Snydrom sich häufig in eine geschützte Umgebung zurückziehen, um ihre Ticks frei herauslassen zu können. Dort werden meistens ganze Tick Serien entladen, die während des Schulbesuchs oder auf der Arbeit bestmöglich unterdrückt worden sind. Die Ticks nehmen typischerweise bei emotionaler Erregung, z.B. bei Lachen oder auch in Stresssituationen zu und nehmen bei einer Ablenkung des Betroffenen durch eine interessante Aufgabe, einem Computerspiel o.Ä. wieder ab.

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