Und ewig grüßt das Murmeltier

yosemite_wildlife_national_1108252_lWieder ist ein Jahr rum, für manche schneller als gedacht, für manche langsamer als erhofft und für alle von uns, so hoffe ich jedenfalls, voller Erlebnisse.

Ich kann und will hier keine Nachrichtenüberblick über das Jahr 2008 geben, dafür sind andere zuständig, aber wenigstens die für mich wichtigsten Eindrücke wiedergeben. Einmal war da das erste geglückte Hitlerattentat, wenn auch nur auf seine Wachspuppe, das Zivilcourage gefragt ist, wenn jemand die Dreistigkeit besitzt, um des schnöden Mammon Willen diese Fratze in Wachs zu formen und zu präsentieren. Die Aufdeckung von Steuerflüchtlingen und die Verhaftung von Zumwinkel war sicherlich ein weiterer Höhepunkt, den jeden Demokraten freuen sollte. Der alte Raffzahn wird zwar sicherlich seiner verdienten Strafe entgehen, doch ist es eine Genugtuung, dass ihm wenigstens der Schreck in die Glieder gefahren sein muss, als die Kripo vor der Türe stand und ihn abführte.

Der Höhepunkt für jeden Menschen, der zur Schadenfreude fähig ist, war natürlich die Finanzmarktkrise. Da sind sie dahin, die schönen Millionen und Milliarden von Dollar, die sich eine elitäre Gesellschaft versucht hat unter den Nagel zu reißen. Der Dollar und viele Aktien sind das Papier nicht mehr Wert, auf dem sie gedruckt wurden und die Herren müssen Wohl oder Übel wieder arbeiten gehen. Wir wünschen bei der Jobsuche viel Erfolg.

Oft habe ich mich in den letzten Jahren an den Wecker von Bill Murray erinnern müssen, wenn ich am Morgen die Nachrichten gelesen habe. Im Westen nichts Neues, jeder Tag und jedes Jahr gleicht dem Anderen. In diesem Jahr war es anders. 2008 hat mich aus meinem Traum erwachen lassen und die Geschichte wieder in Bewegung gebracht. Wir befinden uns an einem Scheideweg, der uns auf der einen Seite einen gnadenlosen globalen Turbokapitalismus bringen kann und auf der anderen Seite den fleischgewordenen Martin Luther King in Form von Barack Obama, der das Werk seiner Vorväter weiter vorantreiben und vollenden kann. Es ist in seiner Hand die Träume von King wahr werden zu lassen und die inspirationslose Zeit der 80er und 90er zu beenden. Wenn wir sehen, dass sich alte Träume verwirklich haben, dann sind wir vielleicht auch zu neuen Träumen bereit, die wir als Grundlage für eine neue Weltordnung brauchen.

In diesem Sinne verabschiede ich mich schon mal und wünsche allen eine frohe Weihnacht und ein gesundes Jahr 2009.

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