Forscher haben ein Gen für Transsexualität entdeckt.

Die sexuelle Entwicklung des Menschen ist unter mindestens drei Aspekten zu sehen: dem biologischen Geschlecht, der Geschlechtsrolle und der sexuellen .Es gibt Menschen, die sich mit einer Geschlechtsrolle identifizieren, die im Widerspruch zu ihrem biologischen Geschlecht steht. Es gibt also Menschen mit einem männlichen Körper, die sich als Frauen fühlen, und solche mit einem weiblichen Körper, die sich selbst für Männer halten. Insbesondere nach der Pubertät fühlen sich solche Menschen mit ihren sekundären Geschlechtsmerkmalen sehr unwohl; sie versuchen daher mit allen Mitteln (auch denen der operativen „Geschlechtsumwandlung“), ihren Körper mit ihrer Selbsteinschätzung in Übereinstimmung zu bringen. Diesen Zustand nennt man Transsexualität.
Bisher waren die Ursachen für Transsexualität nur wenig erforscht. Man wusste, dass die Geschlechtsrolle schon sehr früh festgelegt wird und dass es nach einer gewissen Zeit keine Möglichkeit mehr gibt, die geschlechtliche Selbstidentifikation eines Menschen zu verändern.

Ddoch jetzt haben Forscher ein neues Licht auf die Untersuchung der Transsexuellen geworfen.

Australische Forscher haben eine Genvariante gefunden, die dazu führt, dass der Organismus dieser Männer schwächer auf das Sexualhormon Testosteron reagiert.

Männer, die sich im falschen Körper fühlen und das weibliche Geschlecht annehmen wollen, besitzen eine Variante eines Gens, das eine Rolle im Testosteronhaushalt des Körpers spielt. Das berichten die australischen Mediziner vom Prince Henry’s Institute in Clayton .

Die Forscher hatten bei 112 Mann-zu-Frau-Transsexuellen die Unterschiede in drei Genen untersucht, von denen vermutet wurde, dass sie eine Rolle bei der Geschlechtsidentität spielen. Dabei entdeckten die Wissenschaftler einen Unterschied bei einem Gen, das den Bauplan für einen Rezeptor auf männliche Sexualhormone enthält: Der entsprechende DNA-Abschnitt war länger als bei Vergleichspersonen.

Dieser genetische Unterschied könnte „ein schwächeres Testosteronsignal hervorrufen“, schreibt Lauren Hare im Magazin „Biological Psychiatry“.

Bei diesen Personen hat der Testosteronrezeptor eine andere Form; Körperzellen, die durch Testosteron beeinflusst werden, reagieren dadurch schwächer auf das Hormon.

Eine weitere Studie von Neurologen hatte bereits ergeben, dass bestimmte Hirnstrukturen bei genetisch männlichen Transsexuellen wie bei Frauen ausgeprägt sind. Beides bestätigt die biologische Basis der Transsexualität.

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