Safran statt Opium

Wie Spiegel Online meldet, gibt es jetzt neue Hoffnung für afganische Landwirte. Bisher lebten die meisten von ihnen vom Anbau des Schlafmohns, aus dem das Opium gewonnen wird, das später oft zu Herion weiter verarbeitet wird. Weltweit ist Afganistan der größte Produzent von Opium und alle bisherigen Versuche den Anbau von anderen Nutzpflanzen anzuregen und zu fördern sind gescheitet.

Hoffnung macht jetzt ein Projekt, bei dem ehemalige Opiumbauern dabei unterstützt wurden statt Schlafmohn Safran anzubauen. Bisher verlief der Versuch erfolgsversprechen, was nicht zuletzt daran lag, dass 1 Kilogramm Safran auf dem Markt in Afganistan den zehnfachen Ertrag bringt. Statt etwa 120 Dollar pro Kilogramm Opium erhalten die Bauern für ein Kilogramm Safran etwa 1500 Dollar.

Es wäre wünschenswert, das Projekt könnte ausgedehnt und Afganistan zum größten Exporteur für Safran werden. Viele der heutigen Probleme der Region wären vermutlich schneller gelöst und wenn das Land wirtschaftlich vorankommt, kann es bald aus eiger Kraft die Demokratisierung vorantreiben.

Ich bin gespannt, ob diese guten Nachrichten mal wieder nur eine Eintasgfliege sind, oder ob Afganistan tatsächlich eine Zukunft haben wird.

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1 Response so far »

  1. 1

    Wenn alle jetzt anfangen Safran zu pflanzen bezahlt keiner mehr 1500 Dollar pro Kilogramm. Die Frage is nur was bezahlt sich dann besser wenn Safran und Opium einen ungefaehr gleichen Teil des Marktes besitzen. Sicherlich das Opium…


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