Kuckuckskinder: Mutter in Beugehaft

Heute habe ich bei Bild online einen Artikel über Kuckuckskinder gelesen, denn ich gerne hier kurz kommentieren möchte.

Der 41, Jährige Thomas M.aus Offenbach (Hessen) hatte vor knapp 19 Jahren einen One Night Stand mit Ramona S.(38)  die er damals auf einer Party kennenlernte. Nach 9 Monaten erführ er von der Geburt eines Sohnes, als dessen Vater Ramona S. ihn angegeben hatte.

Thomas M. zahlte seitdem Alimente für “seinen” Sohn Patrick. Insgesamt 25.000 Euro.

Da Thomas M. keinerlei Ähnlichkeiten zu Patrick finden konnte, mehrten sich im Lauf der Jahre die Zweifel an seiner Vaterschaft. Ein heimlicher DNA Test, mittlerweile Verboten, brachte ihm schließlich die Gewissheit, dass seine Vaterschaft im aboluter Sicherheit auszuschließen sei. Thomas M. wollte nun vom leiblichen Vater seine bezahlten Alimente zurück, aber Ramona S. weigert sich dessen Identität preiszugeben. Nun hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Ramona S. in Beugehaft genommen warden kann, bis sie den leiblichen Vater ihres Sohnes benennt.

Als Frau möchte ich sagen, dass mir die Männer, die jahrelang emotional und wirtschaftlich für ein Kind einstehen müssen, das nicht das ihre ist, sehr leid tun.

Ich empfinde es als legitim, dass Männer (oder auch Frauen) einen heimlichen Vaterschaftstest durchführen können. Sollte sich der Zweifel nicht bestätigen, so ist das doch die eleganteste Lösung. Und ist der Zweifel berechtigt, dann muss der Mann zu seinem Recht kommen, bzw. aus seinen unrechtmäßigen Pflichten entlassen warden.

Unerträglich ist es aber meiner Meinung nach, dass immer vom Persönlichkeitsrecht des Kindes gesprochen wird, wobei doch viel eher die Promiskuität der Mutter geschützt werden soll. Wie kann man das Persönlichkeitsrecht eines Kindes denn mehr ignorieren , indem man ihm seine wahren biologischen Wurzeln vorenthält?

Hier gilt es umzudenken und den Vätern mehr Rechte einzuräumen

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19 Antworten so far »

  1. 1

    Jmu said,

    Man, muss das schrecklich sein, nach so vielen Jahren zu erfahren dass dein Sohn gar nicht dein Sohn ist. Ich weis nicht was man dabei fuehlen kann. Grausam. Gruss!

  2. 2

    René said,

    So etwas kommt leider häufiger vor als man(n) sich vorstellen kann.

  3. 3

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  4. 4

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  5. 5

    wortman said,

    mehr rechte für väter ist legitim, aber nur für die, die auch wirklich ehrlich zahlen und sich nicht vor ihren verantwortungen drücken.

  6. 6

    Amanda20 said,

    Mein Gott! Ich kann mir nicht vorstellen wie man sich dabei fuehlt, wenn man erfaehrt dass man in einer Luege gelebt hat!

  7. 7

    HAnnes said,

    Ging mir auch so eine Lehrerin in der Erich Kästner Schule Neu Ulm gab mit 8 Jahre vor Vater zu sein. Mit einem immensen Investment habe dann erfahren (DNA Test Unilklinik Ulm) das meine Ex Tochter Elena ein Kuckukskind ist. Vater bleibt unbekannt und wird verschwiegen. Die Mutter ist weiterhin Beamter und wohnt im Einfamilienhaus und fährt S-Klasse…bekam nat. in allen Instanzen
    Prozesskostenbeihilfe….seither verleugnet Sie und ihre Verwandtschaft sich…am meisten tut mir meine Ex Tochter leid…wir vermissen Sie…

  8. 8

    HAnnes said,

    Ging mir auch so eine Lehrerin in der Emil Schmid Schule Neu Ulm gab mit 8 Jahre vor Vater zu sein. Mit einem immensen Investment habe dann erfahren (DNA Test Unilklinik Ulm) das meine Ex Tochter Elena ein Kuckukskind ist. Vater bleibt unbekannt und wird verschwiegen. Die Mutter ist weiterhin Beamter und wohnt im Einfamilienhaus und fährt S-Klasse…bekam nat. in allen Instanzen
    Prozesskostenbeihilfe….seither verleugnet Sie und ihre Verwandtschaft sich…am meisten tut mir meine Ex Tochter leid…wir vermissen Sie…

  9. 9

    HAnnes said,

    Korrektur war nicht Erich Kästner war Emil Schmid

  10. 10

    Yohan said,

    Es geht vielfach um Geld, Unterhalte, Anfechtungen, um soziales Standesdenken und Anerkennung etc. Und es wird ein recht dümmlicher Begriff gewählt: Kuckuckskind…

    Ich bin heute 42, ein erwachsener Mann. Ich bin der Sohn meiner Eltern, kein Vogel. Und ich habe ganz offenbar zwei Väter, meinen leiblichen Vater und meinen sozialer.

    Meine ersten Erinnerungen an die unterschiedlichen Empfindungen gehen auf das Alter von etwa 2 Jahren zurück, ab etwa 9 oder 10 Jahren habe ich das Leugnen dann mitgelebt. Natürlich war es ab etwa 30 sehr schmerzhaft, all den leugnenden Ramsch zu beseitigen, es hat etwa bis 40 gedauert. Nur in Kürze lade ich Euch ein, Väter aller Art und auch Euch Mütter: Fühlt, bevor Ihr Euch um Anfechtungsklagen und finanzielle Erstattung etc. streitet. Fühlt. Das hat etwas mit dem Herzen zu tun, nicht mit Eurem gesellschaftlichen Stand. Weder am Stammtisch noch in der Emanzipationsszene wird man Euch für das Fühlen Beifall klatschen. ABER: es wird Euch ganz sicher zu einer Lösung der entstandenen Schwierigkeit führen (denn es ist! eine Herausforderung). Und es wird Euch ein anderes Leben ermöglichen – ein liebevolleres, egal wie die Konstellation am Ende aussieht. Vor allem wird es Euch aber die Kraft geben, die ihr definitiv braucht, um den Weg dahin wirklich zu machen. – Da unterscheidet Ihr Euch von keinem anderen Menschen und von keiner anderen Herausforderung.

    Can you change? – Sure you can! Eurer Yohan

  11. 11

    marissa76 said,

    Hi Yohan, sehr interessant und gefühlvoll was Du schreibst! Alles gute wünsche ich Dir!

  12. 12

    uxxkxxx said,

    Ich bin selbst betroffen und ich suche den Anwalt, der es geschafft hat, dass die Mutter in Beugehaft musste.

  13. 13

    uxxkxxx said,

    such denn anwalt bin bedroffen

  14. 14

    Kirsten said,

    Hallo…ich bin nun 40 jahre alt und habe mit 29 jahren, durch zufall, davon erfahren, das ich ein „Kuckuckskind“ bin. Mein „Vater“ hatte es bereits erfahren als ich 2 Jahre alt war und alles so belassen. Meine Eltern sind schon lange geschieden. Ich weiß nun auch wer mein biologischer Vater ist. Welche Rechte habe ich selber eigentlich?? Ich wäre dafür das der Vaterschaftstest immer sofort nach der Geburt eines Kindes gemacht wird. Dann können solche Lügen gar nicht mehr aufkommen . Was wäre wohl passiert, wenn ich mich in einen leiblichen Bruder verliebt hätte…diese Familie wohnte nur eine Ortschaft weiter. Soweit ich weiß, weiß die Familie meines Erzeugers nichts von meiner Existenz. Liebe Grüße…

  15. 15

    Sabine said,

    Hallo zusammen, ich hab hier so einige Beiträge gelesen und kann mit unter so manche Ansicheten teilen. Jedoch stelle ich mir krampfhaft die Frage: warum wird immer nur über die „armen Väter “ diskutiert die doch jahrelang zahlen mußten für ein “ Kuckuck?! Ich stelle diese Frage deshalb so gezielt, da ich selbst einen DNA Test hinter mir habe. Im Mai 08 erfuhr ich auf der Beerdigung meiner Oma, das ich ggf. nicht die Enkelin bin etc. Ich habe 3 Geschwister u. 1 Halbschwester ( so die Version meiner Mutter,der ich 34 Jahre glauben schenkte), gestern erhielt ich das Ergebniss vom Labor und ich komm aus einem erstarrten Schockzustand gar nicht mehr raus. Es sind 4 verschiedene Väter ( nicht wie nach Ihrer Aussage 2 verschiedene Väter ). Ich habe seit gestern Gewissheit das ich nun 4 Halbgeschwister hab, nicht wie erzählt jahrelang nur 1 Halbschwester. Mein “ angeblich leiblicher Vater “ lebt nicht mehr, nur 2 meiner Geschwister sind tatsächlich von Ihm, und ich frage mich, unabhängig von der Moral mal ganz abgesehn, gibt es etwas schlimmeres als Kind selbst solch eine Nachricht zu erfahren ? Ist da nicht das ganze materielle hingegen der „geschädigten“ Väter fast schon „banal“ zu ertragen? Meine Mutter leugnet selbst das Labor Ergebniss ab und stellt dies in Frage. Ich habe also keine Möglichkeit jemals meinen “ biologischen Vater “ zu treffen geschweige denn nur annährend zu erfahren wer er ist.
    Ich denke es ist in Hinsicht einer kompletten derart abartigen “ Situation “ die einzige Schuld der Mutter!Zahlen müssen „irgendwelche“ Männer die eben mal ein kurzes Vergnügen hatten, jedoch leben und durchleben und die eigentlichen Konsequenzen die mit Sicherheit nicht leicht zu tragen sind, müssen die Kinder! Das Ergebniss eines Betrugs…. Ich finde man sollte mehr über die eigentlichen Leittragenden sprechen, denn alle anderen in solch einem Chaos entziehen sich weiterhin mit Lügen oder Verhandlungen nach geleisteten Untrhalstszahlungen..
    Was müssen die Kinder zahlen?..

  16. 16

    mila said,

    Ich bin Mutter eines Kuckuckskindes!

    Wir haben Anfang diesen Jahres erfahren das der Vater meines 12jährigen Sohnes nicht der leibliche Vater ist.

    Ich war 17 Jahre und hatte eine kurze Liason. Während dessen lernte ich den „später geglaubten Vater“ meines Kindes kennen und beendete diese Liason.
    Kurzzeitig später stellte mein Frauenärztin die Schwangerschaft fest. Anhand der Größe und Entwicklung des Embryos rechnete sie mir per Ultraschall den Entbindungstermin aus. Ich habe mir auf dieser Grundlage noch den Empfängnistermin ausgerechnet und nichts deutete darauf hin das mein Kind aus dieser Affaire stammt.

    Die ganzen Jahre habe ich nicht darüber nachgedacht, für mich war ja alles klar. Wir trennten uns später und gerieten in Streitigkeiten über das Kindswohl und alles ging soweit das der Vater einen Vaterschaftest wollte, sei es aus Schikane oder hat er etwas gefühlt… ich weis es nicht.

    Siegessicher ging ich die Sache an, bis zu dem Tag an dem wir das Ergebnis erhielten. Es war die größte emotionale Entgleisung meines Lebens als ich das Gutachten vor mir hatte, schwarz auf weis, der angegebene Vater ist nicht der Erzeuger!!! Nur eines wußte ich, es ist jetzt deine verdammte Pflicht dieses Chaos zu ordnen.
    Besonders schlimm und ergreifend war es, es meinem Sohn beizubringen, mit den Gedanken im Hinterkopf…jetzt zerstörst du seine kleine sicher geglaubte Welt und er wird dich dafür hassen.
    Wir sagten es ihm noch am gleichen Tag, wo wir es erfuhren.
    Natürlich war er geschockt und brach erst einmal innerlich zusammen, aber er fing erstaunlicher Weise sofort an, sich damit auseinander zusetzten, was aus heutiger Sicht betrachtet vielleicht darauf zurückzuführen ist das wir ihm das Gefühl vermittelten -egal was passiert, wir halten zusammen.
    Er fragte noch am selben Tag nach seiner Herkunft.

    Die nächste große Schwierigkeit bestand darin seinen Erzeuger zu finden. Wie wird er reagieren, was ist aus ihm geworden, wie soll ich es ihm sagen?!
    Über Umwege fand ich einen Monat später seine Adresse heraus. Ich schrieb ihm einen kurzen Brief, das er sich bitte bei mir melden solle. Er meldete sich noch an dem Tag als er den Brief erhielt und stand sofort dazu… (auch das gibts 😉 )

    Mein Sohn und sein leiblicher Vater lernten sich kennen und beide hatten sofort einen Draht zueinander.

    Für meinen Sohn ist es eine Bereicherung geworden, denn wer hat schon „zwei Väter“

  17. 18

    es wird Zeit, das wir Männer mehr Rechte bekommen. Was mir auch fehlt, sind noch Antworten und Ratschläge für Nichtväter, wie ich einer bin. Ich war erst einmal völlig vom Ergebniss zerstört und hatte so viele Fragen wie sage ich es und wann und was soll ich machen? Was braucht mein Ex-Kind von mir? Wie weit ist er noch mein Sohn? Alleine über diese Themn schreibe ich nun in meinem Blog und freue mich über jeden Austausch. Der Kuckucksvater

  18. 19

    […] Heute habe ich bei Bild online einen Artikel über Kuckuckskinder gelesen, denn ich gerne hier kurz kommentieren möchte. Der 41, Jährige Thomas M.aus Offenbach (Hessen) hatte vor knapp 19 Jahren einen One Night Stand mit Ramona S.(38)  die er damals auf einer Party kennenlernte. Nach 9 Monaten erführ er von der Geburt eines Sohnes, als dessen Vater Ramona S. ihn angegeben hatte. Thomas M. zahlte seitdem Alimente für “seinen” Sohn Patrick. Insgesam … Read More […]


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